Katholische Pfarrgemeinde St. Mauritius
in der Kirchengemeinde Maria Frieden Kippenheim

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Benediktionale

Das Benediktionale (lat. "Segensbuch") ist eines der liturgischen Bücher der katholischen Kirche.

Nicht nur Menschen, sondern auch religiöse Zeichen aller Art sowie Gebrauchsgegenstände des Alltags werden in der katholischen Kirche unter den Segen Gottes gestellt. Das ist grundsätzlich mit allem möglich, was zum Wohl und Heil der Menschen verwendet werden kann.

Die Segnung wird von einem Priester vollzogen. Doch auch das familiäre Tischgebet ist im Grundsatz nichts anderes als ein Speisesegen.

Bei der Segnung spricht der Priester über dem Gegenstand ein Gebet, in dem er Gott bittet, die Sache in seinen Dienst zu nehmen und sie allen, die sie anschauen oder gebrauchen, zum Heil und zum Nutzen dienen zu lassen. Dabei vollzieht er ein Kreuzzeichen über dem Gegenstand und besprengt ihn nach dem Gebet mit Weihwasser.

Die Segnung kann durch Schriftlesungen und Fürbitten erweitert werden.

Zahlreiche Texte für solche Segnungsgottesdienste im häuslichen, kirchlichen und öffentlichen Leben enthält das Benediktionale. Sie sind nicht als magische Formeln, sondern als Vorschläge und Vorbilder für das Segensgebet gedacht. Auch erhebt die Sammlung keinen Anspruch auf Vollständigkeit.

Enthalten sind Segnungstexte z.B. für

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Eheschließung

siehe dazu unter was muss ich tun, wenn ...?

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Segnen

Der Begriff Segen (v. althochdt.: segan Rückbildung aus segnen, lat. signare mit dem Zeichen [des Kreuzes] versehen) bezeichnet in der Religion das Aussprechen einer wohlmeinenden Formel oder eines Gebetes. Der Segen ist mit Gebärden verbunden (z.B.: Handauflegung, Segensgestus, Ausbreiten der Hände), die das wohltätige Wirken Gottes an der gesegneten Person oder der gesegneten Sache symbolisieren und bewirken sollen (s. Segenszeichen).

Der Segen steht im direktem Gegensatz zum Fluch und ist in verschiedener Abwandlung ein Grundelement aller Religionen.

Im weiteren Sinne wird das Wort Segen heutzutage auch verwendet um die Freude über ein Geschenk oder eine Situation zu beschreiben. ("Dieses Kind ist ein Segen Gottes für uns.")

siehe auch unter Weihen

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Taufe

siehe dazu unter was muss ich tun, wenn ...?

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Weihen

Geweiht oder Gesegnet?
Im Sprachgebrauch rutschen beide Begriffe immer wieder einmal durcheinander. Im Benediktionale lesen wir: Jede Segnung ist Lobpreis Gottes und Bitte um den Segen.

Da der Christ weiß, dass er ohne den Herrn nichts zu tun vermag, erbittet er den Segen der Kirche für sich und andere Menschen. Auf Grund des allgemeinen oder besonderen Priestertums oder eines besonderen Auftrags kann jeder Getaufte und Gefirmte segnen. Je mehr eine Segnung auf die Kirche und auf ihre sakramentale Mitte bezogen ist, desto mehr ist sie den Trägern des Dienstamtes (Bischof, Priester, Diakon) zugeordnet. Dem Bischof sind Segnungen vorbehalten, in denen eine besondere Beziehung zur Diözese sichtbar wird. Priester, Diakon und Laien segnen im Leben der Pfarrgemeinde oder im öffentlichen Leben; Eltern segnen in der Familie.

Mit bestimmten Segnungen ist eine Wirkung bleibender Art, die auch rechtliche Folgen haben kann, verbunden, so dass Menschen (z.B.: Abts- oder Jungfrauenweihe) für den besonderen Dienst vor Gott bestimmt oder Dinge (z.B.: Geräte oder Räume) für den gottesdienstlichen Gebrauch ausgesondert werden. Sie werden in besonderer Weise zu Zeichen für die letzte Würde aller Geschöpfe. In diesen Fällen spricht man zumeist von einer "Weihe". Gegenstände werden für Gott bestimmt: Altarweihe, Glockenweihe, Orgelweihe u.a. Dann sprechen wir aber auch von einer Segnung des "Weihwassers".

Segnung kirchlicher Gebäude; aber "Friedhofsweihe", der Friedhof ist der Gottesacker, auf dem die Leiber der Gläubigen begraben sind, die in diesem Leben Tempel des Heiligen Geistes waren. Dann aber wieder "Kirchweihe", die dem Bischof vorbehalten ist.

Wie unklar der Sprachgebrauch sein kann, sehen wie als Beispiel im Benediktionale bei der "Weihe eines Kreuzweges". Dort heißt es im Inhaltsverzeichnis: "Segnung eines Kreuzweges Nr. 29", doch bei Nr. 29 heißt es dann: "Weihe eines Kreuzweges". Ähnlich bei den Segensgebeten zur Aschenweihe. Der Volksmund spricht vom "Rosenkranz, der geweiht ist", das Benediktionale spricht von der "Segnung des Rosenkranzes".

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Weihwasser

Weihwasser ist ein Segenszeichen der katholischen und orthodoxen Kirche. Es hat seine Ursprünge im Brauchtum der antiken Lustration und dient lebenden und toten Dingen zur Befreiung von negativen (dämonischen) Mächten.

Es ist Wasser, über dem vom Priester ein Segensgebet gesprochen wurde. Vor der Liturgiereform wurde ihm Salz und Chrisam hinzugefügt, heute kann ihm gesegnetes Salz hinzugefügt werden. "Osterwasser" nennt man das beim Ostergottesdienst in der Osternacht geweihte Taufwasser.

Die symbolische Bedeutung des Weihwassers ist die des Wassers überhaupt: Leben, Reinigung, Gefährdung und Rettung. Durch das Segensgebet werden diese Bedeutungen mit dem Auszug des Volkes Israels aus Ägypten (Exodus) und mit Jesus Christus, der das Wasser durch seine Taufe im Jordan heiligte, verknüpft. So ist das Weihwasser zugleich Gedächtnis und Erneuerung der Taufe.

Weihwasser befindet sich am Eingang jeder katholischen Kirche (manchmal auch in Privaträumen und auf vor allem auch auf den Gräbern der katholischen Gläubigen). Die Gläubigen bezeichnen sich damit in Kreuzform und mit der Taufformel (Matth. 28,19): "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes" und erinnern sich so an ihre eigene Taufe.

Auch bei der Segnung von religiösen Zeichen, Gebäuden und Gebrauchsgegenständen (s. Benediktionale) wird Weihwasser verwendet, welches dabei häufig mit einem Aspergill versprengt wird.

Das Sich-Benetzen mit (Weih)wasser ist auch in anderen Religionen zu finden - es ist immer ein Zeichen auch der inneren Reinigung.

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